31.01.2019 10:07

Abbrucharbeiten am St. Josefs-Hospital Cloppenburg verschoben – Änderungen im Raumprogramm werden wegen Ausweitungen in der medizinischen Angebotsstruktur und gestiegener Patientenzahlen geprüft


Der 1. Teilabschnitt der großen Umbau- und Sanierungsmaßnahme am Cloppenburger Krankenhaus ist seit Frühjahr 2018 in Betrieb. Nach der Einweihung der Räumlichkeiten durch Sozialministerin Dr. Carola Reimann konnte sich die Bevölkerung im Rahmen des Tags der offenen Tür am 14. Januar 2018 eindrucksvoll ein Bild von den sanierten und neu errichteten Räumen machen. Anschließend folgten vorbereitende Arbeiten für den Beginn des 2. Teilabschnitts. So wurde zum Beispiel die alte Notaufnahmestation als Räumlichkeit für das Krankenhauslabor saniert und neu hergerichtet. Außerdem ist die bisherige Station für geburtshilfliche und gynäkologische Patientinnen in eine freigewordene Station des Hochhauses umgezogen.  

Eigentlich sollte der Abrissbagger einen nicht unerheblichen Teil der Altbausubstanz bereits schon dem Erdboden gleich gemacht haben, um Platz für den Neubau des 2. Teilabschnittes zu machen. Die Abbrucharbeiten verzögern sich jedoch derzeit. 

„Wir haben uns die Planungen nochmals intensiv angesehen und festgestellt, dass sich seit der Erstellung der Planungen im Jahr 2014 bis heute sehr positive und weitreichende Entwicklungen eingestellt haben. Einerseits sind medizinische Leistungsbereiche hinzugekommen Andererseits sind die Versorgungszahlen stationärer Patienten seit der Planungsphase bis heute um ca. 20 % angestiegen. Die bestehende Planung trägt diesen Entwicklungen nicht adäquat Rechnung. Wir haben das Niedersächsische Sozialministerium als zuständige Behörde daher befragt, ob eine Überarbeitung der Planungen angesichts dieser veränderten Rahmenbedingungen opportun ist. Das Sozialministerium hat uns auf Nachfrage bestärkt diesen Weg zu gehen. Daher prüfen wir gerade das sogenannte Funktions- und Raumprogramm, welches Grundlage für die Planungen des Neubaus ist. Mit überarbeiteten Planungsskizzen und einer entsprechenden Kostenschätzung werden wir dann erneut auf das Ministerium zugehen und ausloten, inwieweit die Überarbeitung der Planungen umgesetzt werden kann. Letztlich geht es auch im erheblichen Maße um Fördermittel, die aller Voraussicht nach durch die neuen Planungen aufgestockt werden müssten,“ teilte Lutz Birkemeyer, Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals in einer Pressemitteilung mit. 

Die Abbrucharbeiten und somit der Baustart für den 2. Teilabschnitt der Baumaßnahme verschieben sich daher voraussichtlich in die 2. Hälfte des Jahres 2019 hinein. 

„Natürlich hätten wir die Maßnahme gerne direkt im Anschluss an die bisherigen Arbeiten weiter umgesetzt,“ betont Birkemeyer. „Andererseits wollen wir in der Zielperspektive einen Neubau realisieren, der sich optimal an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten in der Region ausrichtet und unseren Mitarbeitenden sehr gute Arbeitsbedingungen verschafft. Daher ist der zeitliche Verzug sicherlich hinnehmbar.“  

 

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