05.11.2018 10:13

Krankenhauslabor des St. Josefs-Hospitals ist in neue Räume gezogen – Rohrpostanlage erleichtert die Logistik im Haus


Im Zuge der Gesamtsanierung des St. Josefs-Hospitals konnte ein weiterer Meilenstein erreicht werden. Das Krankenhauslabor ist in renovierte und umgebaute Räume umgezogen. Bislang war das Labor in einem Gebäudeteil untergebracht, der zum Abriss vorgesehen ist. 

Zentraler Bestandteil des Labors ist das neue Cobas-Analysegerät für Klinische Chemie und Immunologie. Durch dieses Gerät wird die Untersuchung der rund eine Million Proben, die das Krankenhauslabor jährlich zu leisten hat, erheblich vereinfacht. Das Gerät bearbeitet die Proben vollautomatisch, nach der Analyse werden die Ergebnisse digital direkt an das Krankenhausinformationssystem (KIS) gesendet. Die Analyse einer Blutprobe dauert rund 30 Minuten, wobei bis zu 150 Proben kontinuierlich be- und entladen werden können. Notfallproben können jederzeit eingeschleust und vom Gerät priorisiert bearbeitet werden. 

Das Labor ist 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr besetzt. Somit können alle Anforderungen, ob stationär oder ambulant, optimal und schnell bearbeitet werden.

Die Mehrzahl der Untersuchungen wird aus Blut- und Urinproben durchgeführt, es werden aber auch Punktionen beispielsweise der Rückenmarkflüssigkeit analysiert.  

Außerdem sind im Labor viele Kühl- und Gefrierschränke mit unterschiedlichen Temperatureinstellungen vorhanden, in denen Proben, Blutkonserven, Blutplasma und Reagenzien gelagert werden. Diese Geräte werden durch ein EDV-System rund um die Uhr auf die Einhaltung der vorgegebenen Temperaturen überwacht. Die Überwachung listet die Temperaturen in Echtzeit auf, schreibt sämtliche Gerätedaten mit und zeigt Alarmmeldungen optisch am Monitor an. 

Das im Labor vorhandene Blutdepot verfügt ständig über 70 – 80 Blutkonserven. „2.400 Blutkonserven werden jährlich im St. Josefs-Hospital transfundiert“, erklärt die Leitende Medizinisch-Technische Assistentin Christine Gövert, die die Leitung des Krankenhauslabors inne hat. Bevor dem Patienten das Spenderblut transfundiert wird, sind umfangreiche Untersuchungen z.B. auf Unverträglichkeiten etc. durchzuführen. Dazu erfolgt vorab eine Kreuzprobe zwischen Spender- und Empfängerblut, bei Bedarf erfolgen Bluttransfusionen beispielsweise im Rahmen einer Operation. 

Eine besondere Erleichterung bietet die neu installierte Rohrpostanlage. Mittels dieser Rohrpostanlage können Proben zwischen der Zentralen Notaufnahme, der Intensivstation und dem Labor des Krankenhauses ausgetauscht werden. Dazu werden die Proben in eine speziell dafür angefertigte Kartusche gelegt. Mittels Druckluft werden die Kartuschen zwischen den Bereichen durch ein Rohr, welches im Deckenbereich im Zuge der Baumaßnahme installiert wurde hin – und hergeschickt. Dabei nehmen die Kartuschen eine Geschwindigkeit von 25 bis 30 km/h auf. Seit September diesen Jahres sind bereits 3.000 Sendungen über die Rohrpostanlage ausgelöst worden. „Dies führt natürlich zu einer erheblichen Erleichterung für die Mitarbeitenden. Früher mussten die Proben durch das Personal in das Labor gebracht werden. Diese Wege entfallen nun“, erklärt Gövert.       

Mit dem Umzug des Labors sind nun fast alle vorbereitenden Maßnahmen zum Abschluss gebracht worden, so dass der sogenannte zweite Teilabschnitt der Sanierungsmaßnahme gestartet werden kann. Der Abbruch der ältesten Bausubstanz des Krankenhauses entlang der Krankenhausstraße soll zu Beginn des neuen Jahres starten. Anschließend ist mit einer rund 2,5-jährigen Bauphase zur Errichtung des Neubaus an der Westseite des Krankenhauses zu rechnen. 

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