30.04.2018 12:18

Prof. Hardinghaus lobt die Unterbringungsqualität und die Versorgung von Palliativpatienten im St. Josefs-Hospital / Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) machte Station im Cloppenburger Krankenhaus


Hoher Besuch im St. Josefs-Hospital Cloppenburg. Prof. Dr. Winfried Hardinghaus ausOsnabrück war gerne der Einladung von Geschäftsführer Lutz Birkemeyer in das St. Josefs-Hospital Cloppenburg gefolgt. Anlass war der vor wenigen Wochen erfolgte Umzug derPalliativstation in die neuen Räumlichkeiten des Krankenhauses.Prof. Dr. Hardinghaus war als internistischer Chefarzt und Ärztlicher Direktor lange Zeit imKrankenhaus St. Raphael Ostercappeln tätig und entwickelte dort die Initiative „SpesViva“,die sich die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden, Trauernden und Angehörigen inden unterschiedlichsten Konstellationen zum Ziel gesetzt hat. Diese Initiative machte ihn mitseiner Expertise weit über die Region Osnabrück hinaus bekannt. Noch heute begleitet erden Aufbau palliativmedizinischer Angebote in Krankenhäusern, zuletzt im Franziskus-Hospital Berlin. Außerdem ist er nun im 4. Jahr Vorsitzender des Deutschen Hospiz- undPalliativverbandes mit Sitz in Berlin.Hardinghaus machte sich im Rahmen seines Besuches als Vorsitzender des DHPVerbandesein Bild von der Versorgung der Patienten und den Möglichkeiten, die die neuenRäume bieten. Er beglückwünschte die Mitarbeitenden und das Krankenhaus zur neuenStation und stellte fest, dass die nun gefundene Unterbringung dem Anspruch derVersorgung der Palliativpatienten mehr als gerecht wird und eine würdevolle Betreuung derPalliativpatienten in diesen neuen Räumen perfekt gelingen kann. Ein Hauptanliegen desDeutschen Hospiz- und Palliativverbandes sei es nämlich in verschiedensten Funktionen undEbenen für eben diese gute Unterbringung in den Krankenhäusern zu werben. Das St.Josefs-Hospital Cloppenburg hätte mit dieser Maßnahme einen Meilenstein in derUnterbringungsqualität genommen.Im Pressegespräch hatte zuvor Frau Erika Thoben, Koordinatorin des Stützpunktes derSpezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) einen Überblick über das breitaufgestellte Netzwerk mit niedergelassenen Medizinern und Pflegediensten gegeben und dieBedeutung des Cloppenburger Krankenhauses als Träger des Stützpunktes mit derPalliativstation erläutert. Prof. Dr. Hardinghaus zeigte sich beeindruckt von der Größe undVielfalt des im Kreis Cloppenburg und nördlichen Kreis Vechta aufgebauten Netzwerkes.Auch dem hohen Anteil der niedergelassenen Ärzte, die sich an der Mitarbeit im Netzwerkbeteiligen, zollte Hardinghaus großen Respekt. „Die Hausärzte sind immer noch die erstenAnsprechpartner bei Fragen, die die medizinische Versorgungsform betreffen“, betonte er beiseinem Besuch im Krankenhaus.Hardinghaus berichtete auch von der politischen Arbeit seines Verbandes in Berlin. Der nachlangen Verhandlungen verabschiedete Koalitionsvertrag beinhaltet verschiedene Aspekteeiner Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. So sei es politischerWille, dass der Staat eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgung in der vomPatienten gewünschten Form bis zum letzten Tage fördern soll.Aus seiner Erfahrung im Kontakt mit betroffenen Patienten und Angehörigen berichtete Prof.Hardinghaus, dass mehr als die Hälfte der Patienten ein Ableben in den eigenen 4 Wändenbevorzugen würde. Daher ist es ausdrücklicher Wille des Verbandes die ambulanteVersorgung weiter zu stärken und auszubauen. Bei der Gründung neuer stationärerHospizeinrichtungen sei aus spitzenverbandlicher Sicht entsprechende Zurückhaltungangezeigt.Privatdozent Dr. Jörg Bäsecke, zuständiger Chefarzt im Cloppenburger Krankenhausbrachte ebenfalls seine Freude über die neuen Räume zum Ausdruck und dankteHardinghaus für seine Stippvisite in Cloppenburg. Dr. Bäsecke erklärte, dass diepalliativmedizinische Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich bereits schonheute eine hohe Versorgungsqualität erfüllen würde. Dennoch sei weiterhin noch viel zu tun,um die bestehende Versorgung weiterhin auf diesem Niveau zu halten und ermutigte ihn inseinem Wirken auf dem politischen Parkett die gebotene Beharrlichkeit an den Tag zu legen.Dechant Bernd Strickmann und Krankenhausseelsorgerin Ursula Willenborg verdeutlichtennochmals die Bedeutung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender im christlichenKrankenhaus. „Die Versorgung dieser Patientengruppe ist uns als Kirche ein wichtigesAnliegen. Umso mehr freut es mich, dass wir diesen Patienten nun als Erstes die neuenRäume zu Teil werden lassen konnten. Auch aus Trauergesprächen weiß ich, wie wichtigden Angehörigen die medizinische und pflegerische Versorgung ist und die wird imCloppenburger Krankenhaus als hervorragend bewertet“, erklärte Strickmann im Gespräch.Geschäftsführer Lutz Birkemeyer nutzte die Gelegenheit allen Mitarbeitenden zu danken, diedie Versorgung dieser Patienten sicherstellen. „In der Palliativmedizinischen Versorgung wirddeutlich, wie viele Berufsgruppen und Professionen an der Versorgung dieser Patientenmitwirken. Unseren Mitarbeitenden gilt großer Dank, dass sie die Betreuung dieserPatientengruppe mit so viel Hingabe und Empathie leisten.“Hardinghaus verabschiedete sich nach einem Patientengespräch auf der neuen Station vonden Beteiligten und wünschte für die weitere Arbeit viel Erfolg. Die entsprechendenräumlichen Voraussetzungen seien nun in jedem Fall gegeben.

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