26.02.2019 12:45

Projektwoche: Angehende Gesundheits- und Krankenpfleger leiten Station


Lisa Stuhr (links im Bild) und Johanna Scheffler (Stationsleitung) versorgen das verletzte Bein einer Patientin.

Ihre Generalprobe meistern diese Woche 38 angehende Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Im Rahmen des Stationsprojektes „Schüler leiten eine Station“ übernehmen sie für eine Arbeitswoche eine Station im St. Marienhospital Vechta beziehungsweise im St. Josefs-Hospital Cloppenburg. Der Tagesablauf wird dabei eigenständig von ihnen vom 24. Februar bis 4. März 2019 organisiert.

Mit dem Beginn der Spätschicht sind die Schülerinnen des Oberkurses der Schule für Pflegeberufe St. Franziskus im letzten Halbjahr ihrer Ausbildung gestern gut vorbereitet und in freudiger Erwartung in die Projektwoche gestartet. Im St. Marienhospital Vechta übernehmen 19 Auszubildende die Organisation der Station 6, auf der Patienten mit unfallchirurgischen und dermatologischen Erkrankungen behandelt werden. Die geriatrische Station D2 ist Dreh- und Angelpunkt der 19 Schülerinnen im Cloppenburger Krankenhaus. 

Die Auszubildenden bringen zum Teil verschiedene Erwartungen für die Projektwoche mit. Neben zufriedenen und sich wohlfühlenden Patienten sind ihnen selbstständiges Arbeiten, die neuen beruflichen Erfahrungen sowie eine gute Zusammenarbeit im Team wichtig.

Zu ihrem Aufgabenfeld während der Projektwoche zählen die Einteilung der Bereiche, Grund- und Behandlungspflege sowie die Organisation der Patiententransporte zu Untersuchungen oder zu Operationen. Auch die Visitenbegleitung nebst Ausarbeitung, Übergaben beim Schichtwechsel, alle Aufgaben im Zusammenhang mit Entlassungsplanung und Beratung von Patienten sowie deren Angehörigen gehören dazu. Die Schülerinnen haben für die Zeit des Projektes ihre eigene Stationsleitung gewählt und die Dienstplangestaltung inklusive Nachtschicht vorgenommen. Das examinierte Pflegepersonal arbeitet im Hintergrund mit und steht bei Bedarf jederzeit mit Tipps und Hilfestellungen zur Seite. Darüber hinaus begleiten auch Lehrkräfte der Schule sowie hauptamtliche Praxisanleiter das Projekt in den jeweiligen Schichten und unterstützen die angehenden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen soweit erforderlich, um einen möglichst reibungslosen Stationsablauf zu garantieren.

Vor dem Projektstart hatten die Auszubildenden die Geschäftsführung, Chefärzte und die anderen Stationsleitungen per Rundschreiben informiert. Auf den beiden Stationen 6 und D2 selbst werden die Patienten mit Informationstafeln über die Projektwoche aufgeklärt.

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis spielt in der dreijährigen Ausbildung eine zentrale Rolle. Die praktische Ausbildung von fachlich qualifizierten Pflegekräften findet in den Krankenhaus-Standorten des Verbundes der Schwester Euthymia Stiftung,  Vechta beziehungsweise Cloppenburg, statt. Ein hohes theoretisches Ausbildungsniveau gewährleisten die erfahrenen Lehrer am gemeinsamen Schulstandort in Cloppenburg. „So standen zur Vorbereitung des Projektes zum Beispiel typische Krankheitsbilder und deren pflegerische Versorgung, Stationsorganisationssysteme, Dienstplangestaltung unter Berücksichtigung der Arbeitszeitgesetze und Hygienestandards auf dem Lehrplan“, erklärt Schulleiter Dr. phil. Jochen Berentzen.

Für den Beginn der Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in stehen in beiden Kliniken zum 1. August diesen Jahres noch Plätze zur Verfügung. Bei Fragen zur Ausbildung oder zur Bewerbung können sich Interessierte gerne an Dr. phil. Jochen Berentzen wenden: Fon (0 44 71) 16 –2093,  jochen.berentzen@ses-stiftung.de.


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