14.11.2018 09:00

Sportverletzungen rund um das Kniegelenk

Patientenforum am 27.11.2018 um 18:00 Uhr


Etwa fünf Prozent der Sport treibenden Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr eine Kreuzbandverletzung. Etwa alle 5-6 Minuten reißt somit in Deutschland ein Kreuzband. In der überwiegenden Zahl der Fälle sind diese mit schweren Begleitverletzungen, wie Meniskusrissen und relevanten Knorpelschäden assoziiert, in 10% der Fälle ist das hintere Kreuzband betroffen. Für die Patienten und ihr Umfeld bedeutet dies eine schwere plötzliche Beeinträchtigung des Alltags und der Freizeitgestaltung.  

Die Fachklinik für Orthopädie im St. Josefs-Hospital Cloppenburg ist ein in der Region führendes Zentrum für rekonstruktive Kniegelenkschirurgie und Sportverletzungen.

Der Begriff Kreuzbandchirurgie ist lediglich ein Oberbegriff für verschiedene rekonstruktive Behandlungsverfahren des Kniegelenks und ebenso verschiedenen komplexen Verletzungen. Eine tiefere und sortierende Differenzierung möchte der Referent Dr. med. Boris Baron von Engelhardt beim nächsten  Patientenforum am Dienstag, 27. November 2018, 18.00 Uhr, über Sportverletzungen, auch für den Laien verständlich, vermitteln.  

Ein Kreuzbandriss ist eine der schwereren Knieverletzungen, die für Patienten oft eine lange Auszeit von allen sportlichen Aktivitäten nach sich zieht. Ursachen für derartige Verletzungen können ein plötzliches Abstoppen oder eine Richtungsänderung sein, bei der das Knie bei feststehendem Unterschenkel verdreht wird. Häufig betroffen sind so genannte Stop-and-go-Sportarten wie Fuß- und Handball, Squash und Skifahren aber auch Hallensportarten, wie zum Beispiel das Trampolinspringen.  

Gerade bei jüngeren oder auch in der Mobilität anspruchsvolleren Patienten und bei Sportlern sollte ein Riss des vorderen Kreuzbandes operiert werden, da ansonsten ein frühzeitiger Verschleiß der Menisken droht. Später kann es zu einer Arthrose kommen, die heftige Knieschmerzen verursacht.  

Besondere Aufmerksamkeit erfahren die in den letzten Jahren aus den USA eingeführten "All Inside"-Operationstechniken aber auch das ursprüngliche Kreuzband erhaltende Methoden. Auch die isolierte Betrachtung von einzelnen Bündeln der Kreuzbänder ist in den Fokus gerückt. Einige dieser Versorgungen überzeugen bei richtiger Indikationsstellung als besonders schonende Verfahren oder können zu besseren funktionellen Ergebnissen führen.

Dr. med. Boris Baron von Engelhardt, Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie im St. Josefs-Hospital Cloppenburg, erklärt in seinem nächsten Patientenforum die Vor- und Nachteile dieser differenzierten Methoden. Gerade in der All-Inside-Technik ist derzeit eine präzisere Platzierung eines neuen Kreuzbandes, ein Teilbündelersatz oder auch ein "double-Banding" nicht möglich. Wir arbeiten rein arthroskopisch und setzen hierbei retrograde Bohrkanäle von innen nach außen. Dann ziehen wir das entsprechende Transplantat ein und setzen es unter optimal dosierte Spannung. So gelingt die genaue Rekonstruktion auch des einzelnen, gerissenen Bündels des vorderen Kreuzbandes.  Mittels dieser Methoden können wir präziser erweiterte Techniken, wie einen Telbündelersatz oder ein double Banding durchführen. Stellt sich der Patient früh genug, im Idealfall innerhalb von 2 Wochen nach dem Trauma, in unseren Sprechstunden vor, kommen kreuzbanderhaltende Methoden wie das Ligamys-Verfahren oder auch "rigide Verfahren" wie ein „internal bracing“ des frisch gerissenen Kreuzbandes zum Einsatz.  

Eine andere häufige Erkrankung oder unfallbedingte Verletzung  ist die Meniskusläsion. Etwa doppelt so viele Männer wie Frauen sind jedes Jahr von einem operationswürdigen Riss des Meniskus betroffen. Unfallbedingte Indikationen sind verstärkt bei Patienten zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr zu beobachten. Ab dem 50. Lebensjahr überwiegen mit 75 Prozent die degenerativen Läsionen des Meniskus. Der Meniskusriss gehört zu den häufigsten altersbedingten Schädigungen, aber auch Sportverletzungen des Kniegelenks. Etwa jeder dritte Bundesbürger ist einmal in seinem Leben davon betroffen. Der gesunde Meniskus wirkt wie ein Stoßdämpfer im Gelenk. Bei plötzlichen Drehbewegungen mit abruptem Stoppen kann er reißen oder zumindest eine schleichend zunehmende Rissformation ausbilden und letztendlich bei Verlust zu einer Arthroseentwicklung führen.  

An der Cloppenburger Fachklinik werden die operativen Standards ständig verfeinert und auch im Rahmen von Zertifizierungen und qualitätssichernden Maßnahmen überprüft.

Chefarzt Dr. von Engelhardt: „Der orthopädische Chirurg sollte ein ausgewiesener Spezialist für Kniegelenks-Operationen sein und nicht nur möglichst schonend das Kreuzband sanieren, sondern auch alle anderen Behandlungsmethoden der bestehenden Begleitverletzungen wie Knorpelschäden und Meniskusverletzungen und andere Verfahren in seinem Versorgungsrepertoire implementiert haben und beherrschen. Beispielsweise ist der administrative Aufwand für Knorpelzelltransplantationen recht hoch und leider keine Selbstverständlichkeit für alle operativ tätigen Einrichtungen.   

Das fachärztliche Team der Fachklinik für Orthopädie bietet eine eigene Sprechstunde für Kniegelenksprobleme und Sportverletzungen an, hier werden Patienten ausführlich untersucht und beraten und dementsprechend operativ oder konservativ versorgt.  Die kostenlose Vortragsveranstaltung findet im Mariensaal des St. Josefs-Hospitals Cloppenburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

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