15.01.2015 10:08

St. Josefs-Hospital bietet zertifiziertes Arthrosemanagement an


Die Arthrose, der übermäßige Verschleiß der Gelenke, ist ein weit gefasster Begriff, der für betroffene Patienten die unterschiedlichsten Therapieoptionen beinhalten kann. In der Frühphase des fortschreitenden Erkrankungsbildes können Knorpel- und Gelenkdefekte häufig gestoppt oder gelenkerhaltend repariert werden. Aber auch bei einer endgültigen Diagnose kann die Erkrankung stabilisiert und können Schmerzerscheinungen auch ohne eine Operation minimiert werden. Patienten, deren Hüft- und Kniegelenke durch angeborene oder verletzungsbedingte Faktoren krankhafte Abnutzungserscheinungen zeigen, sind auf eine passgenaue, stadiengerechte Diagnose und Behandlung angewiesen. Als erste Klinik im westlichen Niedersachsen wurde die Fachklinik für Orthopädie im St. Josefs-Hospital Cloppenburg nun als Arthrosezentrum nach den Maßgaben der Deutschen Gesellschaft für Arthrosemanagement (DGFAM) zertifiziert.

Etwa 75 Prozent der über 70-jährigen Bundesbürger leiden an einer Arthrose. Aber auch jüngere Patienten können aufgrund von Übergewicht oder Verletzungen von den Folgen eines übermäßigen Gelenkverschleißes betroffen sein. Wegen der fehlenden Regenerationsfähigkeit des Gelenkknorpels ist die Arthrose eine chronische, fortschreitende Erkrankung mit zunehmender Funktionseinschränkung, deren Behandlung die langfristige Einbindung des Patienten in ein individuelles Arthrosemanagement erforderlich macht.

Angesichts des großen Angebots an konservativen und operativen Versorgungsmöglichkeiten sollten Betroffene gezielt medizinische Zentren mit einer eigenen Arthrosesprechstunde aufsuchen. Nach der exakten Diagnose in der Sprechstunde wird die Erkrankung von spezialisierten Orthopäden individuell therapiert. Das Arthrosemanagement umfasst verschiedene, auf den Patienten abgestimmte Einzelkomponenten, wie z.B. die Anpassung des Lebenswandels, gelenkspezifische Bewegungsübungen, Orthesen und Bandagen, eine medikamentöse Therapie und, sofern erforderlich, auch eine operative gelenkerhaltende oder gelenkersetzende Intervention. Die individuelle Kunstgelenkversorgung der Hüfte und des Kniegelenkes erfolgt ausschließlich unter zertifizierten Bedingungen.

Dr. med. Boris Baron von Engelhardt, Chefarzt der Cloppenburger Orthopädie, bezeichnet die Ernennung zum Arthrosezentrum als weiteren Qualitätsbaustein beim Ausbau der Fachklinik: „Mit der Zertifizierung möchten wir eine klare Struktur in die Behandlung eines diffus angelegten Krankheitsbildes bringen. Mithilfe der vorgeschriebenen, wissenschaftlich fundierten Behandlungspfade kann für jeden Patienten in jedem Stadium der Erkrankung die richtige Entscheidung gefällt werden.“

Die Ernennung zum Arthrosezentrum erfolgt jeweils für die Dauer von zwei Jahren, bevor es zu einer erneuten Begutachtung durch die Zertifizierungsstelle kommt. Nach Ansicht des Cloppenburger Chefarztes machen sich die Vorgaben der DGFAM bei allen Behandlungsabläufen positiv bemerkbar. Eine Über- oder Unterversorgung des Patienten wird vermieden. Die Versorgung findet unter den strengen Bedingungen des Qualitätsmanagements statt und nur geschultes und eingewiesenes Personal ist mit den jeweiligen Therapieschritten betraut. Patienten, die in der Arthrosesprechstunde der Orthopädie beraten und behandelt werden, erhalten so die Gewissheit, dass nur notwendige und zeitgerechte Schritte bei der Behandlung der Erkrankung erfolgen.


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