13.02.2017 09:02

Wenn der Sport im OP-Saal endet


Jeder weiß, dass Verletzungen zum Sport gehören. Aber dennoch ist jede Verletzung ein Schock, die dem Betroffenen in diesem Moment jäh die Freude am Sport nimmt. In Deutschland werden jedes Jahr ca. 1,5 Million Sportverletzungen registriert, hierbei ist besonders das Kniegelenk betroffen.

Ein Drittel der deutschen Bevölkerung leidet an Meniskusrissen oder schweren degenerativen Meniskusschädigungen. Der gesunde Meniskus wirkt wie ein Stoßdämpfer im Gelenk, ohne einen Meniskus entwickelt der Mensch Knorpelschäden und eine Früharthrose. Deshalb sind ein frühes Erkennen und eine frühe Behandlung empfehlenswert. Er kann bei plötzlichen Drehbewegungen mit abruptem Stoppen reißen aber auch schleichend eine schmerzhafte und zunehmende Rissformation ausbilden.

Sportarten wie Skifahren, Fuß- und Handball oder andere „Stop-and-go-Sportarten" können zu Kreuzbandrissen führen. Bei dieser schweren Knieverletzung fallen die Sportler lange Zeit aus. Häufige Ursachen sind plötzliches Abstoppen oder eine Richtungsänderung, bei der sich das Knie verdreht. In dem nächsten Patientenforum am Dienstag, 21. Februar 2017, 18.00 Uhr wird der Referent Dr. med. Boris Baron von Engelhardt, Chefarzt der Orthopädie, St. Josefs Hospital Cloppenburg, über Behandlungen aber auch über die Vermeidung von Sportverletzungen informieren. Außerdem werden Probleme der Kniescheibe sowie Achsprobleme dargestellt. Im Vortrag werden die Analyse der Beinachse und auch die Korrekturmöglichkeiten erläutert.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Betroffene, Aktive von Vereinen, Ersthelfern am Sportplatz und in der Halle, Trainer, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Fitnesstrainer, Sportwissenschaftler und Interessierte. Es soll Sicherheit für alle Betroffenen und Angehörigen in der akuten Situation bei Verletzungen, aber auch in den Monaten der Rehabilitation nach Knieverletzungen und insgesamt tieferes Verständnis zu diesen häufigen Gelenkproblemen entstehen.

Die Fachklinik für Orthopädie ist modern und innovativ im Bereich der arthroskopischen Chirurgie der großen Gelenke aufgestellt, es bestehen alle Möglichkeiten zur Knorpelreparatur, zum Meniskuserhalt, zur Achskorrektur, zur Kniescheibenstabilisierung und zu den verschiedenen Methoden der Kreuzbandplastiken. Diese Verfahren werden bildreich und verständlich dargestellt. Im Anschluss besteht ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion. Die Veranstaltung findet im Mariensaal des St. Josefs-Hospitals Cloppenburg statt. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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