Patientenforum

Das St. Josefs-Hospital Cloppenburg möchte Patienten, Angehörige und Interessierte über Krankheitsbilder und moderne Therapiemethoden informieren und zusätzlichen Raum für die Beantwortung von Fragen geben. Mit dem Wissen über Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten sowie Risikofaktoren können wichtige Entscheidungen für die Gesundheit getroffen werden.

Aus diesem Grund hat das St. Josefs-Hospital das "Patientenforum Cloppenburg" ins Leben gerufen. Die kostenlosen Informationsveranstaltungen richten sich an alle Interessierten und widmen sich  schwerpunktmäßig den Krankheitsbildern und Therapiemöglichkeiten verschiedener Fachbereiche.

Lungenheilkunde
Wenn der Atem fehlt/ Luftnot - Ursachen und Therapie aus pneumologischer Sicht
23.10.2018, 18:00 Uhr

Viszeralchirurgie
Mal ehrlich: Wann wird´s im OP lebensgefährlich?
13.11.2018, 18:00 Uhr

Mal ehrlich : Wann wird`s im OP lebensgefährlich ?

Patientensicherheit und Qualitätsanspruch der chirurgischen Arbeit im Bauch-OP sind das Thema des nächsten Patientenforums am St. Josef Hospital in Cloppenburg. In einem Operationssaal gehört die sichere Beherrschung von unerwarteten Situationen zur Tagesordnung. „ Insbesondere Notfall-Patienten im Bauch-OP sind zumeist komplex erkrankt, lebensbedrohlich gefährdet und bedürfen einer sofortigen medizinischen Versorgung in unterschiedlichem Ausmaß. Trotz Standardisierung ist jeder Patient im Bauch-OP dabei individuell zu behandeln“, erklärt Dr. Hempen, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josef Hospital in Cloppenburg. Am Dienstag, den 13.11.2018 um 18:00 Uhr wird es deshalb um die gesicherten Abläufe im Bauch-OP gehen. Welche Sicherheits-Maßnahmen gibt es, wo sind Check-Listen sinnvoll und wie wird eine Notfall-OP sicher überwacht ? Interessierte Zuhörer erhalten an diesem Abend einen umfassenden Einblick in die Sicherheitsstrukturen im Bauch-OP. Dabei werden auch vielfältige Vergleiche zwischen Medizin und Fliegerei aufgezeigt, denn sowohl im Cockpit als auch im OP-Saal sind klare Sicherheitskriterien nötig. „Genau wie Piloten gehören auch Bauchchirurgen einer Hochrisiko-Berufsgruppe an. Wir tragen regelmäßig eine besondere Verantwortung und kleinste Fehler können weitreichende Folgen für unsere Patienten haben“ so Hempen. Um überhaupt den Anforderungen eines Hochleistungs-Risiko-Berufes gewachsen zu sein, müssen Chirurgen wie Piloten deshalb eine lange Ausbildungs- und Weiterbildungszeit absolvieren. Kommunikationsvermögen, Entscheidungskompetenz, Gelassenheit und psychische Stärke gehören zu den unbedingten Eigenschaften, die beiden Berufen wegen des hohen Leistungsdrucks gemein sind. „Zusätzlich brauchen Bauchchirurgen eine besondere Hilfsbereitschaft und selbstverständlich auch Empathie“, ergänzt Hempen. Das Management von komplexen Situationen im Bauch-OP muss immer wieder differenziert trainiert werden. Dabei kann die Bauchchirurgie in Sachen Sicherheitsmanagement viel von der Luftfahrt lernen. Mögen die Berufsausübungen noch so unterschiedlich sein, so sind für Piloten und Chirurgen gleichermaßen Aspekte wie Teamarbeit, die Interaktion mit Instrumenten und Technik, Zeitmanagement, Ökonomie, Leistungsdruck und nicht zuletzt auch das hohe Maß an Verantwortung unmittelbar vergleichbar. In punkto verbindliche Kommunikation, gelebte Fehlerkultur und differenziertes Sicherheitsmanagement lohnt es, von den erfolgreichen Verfahren der Fliegerei zu lernen, geeignet zu adaptierten, um sie nachfolgend modifiziert im Bauch-OP anwenden zu können“, so Dr. Hempen. Für die Medizin hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) deshalb bereits im Jahr 2007 eine „Surgical Safety Checklist“ für die Patientensicherheit im Operationsbereich entworfen. Diese wurde zunächst weltweit in acht Kliniken unter Einschluss von Krankenhäusern der Primär- und Maxilmalversorgung evaluiert, mit dem Ergebnis, dass bei den eingeschlossenen Patienten eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit (Letalität) von 1,5 auf 0,8 % und zudem eine signifikante Reduktion der Rate schwerer Komplikationen von 11 auf 7 % erzielt werden konnte. „In der medizinischen Versorgung und im OP muss stets die Patientensicherheit im Fokus stehen“, erläutert Hempen. In diesem Zusammenhang sei auch eine differenzierte Fehlerkultur, wie sie bei der Luftfahrt praktiziert werde, ebenfalls wünschenswert, denn sie sei wichtiger Bestandteil eines Risikomanagementsystems und damit ein entscheidender Faktor, das potentielle Eintreten unerwünschter Ereignisse im OP zu minimieren oder diese bestenfalls gänzlich zu verhindern. Chirurgie und Luftfahrt vereint aber auch die Bereitschaft, lebenslang zu lernen. „Gerade die Bauchmedizin hat sich in den letzten dreißig Jahren rasant und überaus innovativ entwickelt“, erklärt Hempen. „Wir sind darauf ausgerichtet, Innovationen möglichst rasch und sicher in die OP-Praxis einzuführen nachdem wir uns mit den neuen Methoden angemessen vertraut gemacht haben“. Die generelle Bereitschaft, offen gegenüber Weiter- oder Neu-Entwicklungen zu sein, erlaubt es uns auch, erfolgreiche Systeme aus der Luftfahrt zu reflektieren und ggf. in modifizierter Form in den OP zu transferieren“, so Dr. Hempen. Dr. Hempen wird an diesem Abend umfassend darüber informieren , worauf Patienten im Vorfeld einer Operation unter Sicherheitsaspekten besonders achten sollten und welche sinnvollen Fragen dem Chirurgen vorab gestellt werden können. Im Anschluss an die Veranstaltung können Fragen an den Referenten gestellt werden. Der Eintritt ist frei.

Gynäkologie
Harninkontinenz und Senkung - Noch immer ein Tabuthema?
20.11.2018, 18:00 Uhr

Harninkontinenz und Senkung

Von unwillkürlichem Urinverlust sind weltweit 200 Millionen Frauen betroffen, damit ist diese Erkrankung die häufigste chronische Krankheit bei Frauen weltweit. Da diese Störung altersabhängig ist, ist eine Generation betroffen, die über diese Problematik ungern spricht. Dadurch hat sich eine Tabuisierung dieser Problematik entwickelt, die besonders problematisch ist, weil es medizinische Hilfen gibt. Diese setzen dann aber ein offenes Gespräch zwischen Patientin und Arzt voraus, hier gilt es ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, das dieses möglich macht. Die individuelle Hilfe setzt eine spezifische Diagnostik voraus, die dann in eine Beratungssituation führt. Je nach erhobenen Befunden, der persönlichen Situation der Betroffenen und auch der Priorität der Patientin kann eine Behandlung sowohl in physikalischen Maßnahmen wie Beckenbodentraining, Medikamenten oder auch speziell abgestimmten Operationen bestehen. Das nächste Patientenforum des St. Josefs-Hospitals Cloppenburg am Dienstag, 20. November 2018, 18.00 Uhr soll dazu dienen, diesen Zusammenhang darzustellen und hoffentlich auch Ängste vor entsprechenden Arztbesuchen abzubauen. Referent ist Dr. med. Anno Feldmann, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, St. Josefs-Hospital Cloppenburg. Die kostenlose Veranstaltung findet im Mariensaal des St. Josefs-Hospitals Cloppenburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Weitere Themen und Termine sind in Planung. Detaillierte Informationen erfolgen zeitnah.

Kontakt Patientenforum

Krankenhausstraße 13
49661 Cloppenburg

Fon Zentrale (0 44 71) 16 -0
Fax Zentrale (0 44 71) 16 -20 20

cloppenburg@kk-om.de