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Meilenstein in der Therapie von Lebermetastasen

Meilenstein in der Therapie von Lebermetastasen

St.-Josefs-Hospital Cloppenburg ist eines von erst wenigen Häusern mit der neuen Behandlung

Cloppenburg. Ein wichtiger Meilenstein in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lebermetastasen: Das St.-Josefs-Hospital in Cloppenburg hat die sogenannte transarterielle Chemoembolisation (TACE) etabliert und erfolgreich eingesetzt. Damit steht Krebspatienten das Cloppenburger Krankenhaus als eine von wenigen Kliniken im Nordwesten zur Verfügung, die diese Therapie einsetzen.

Bei der TACE-Therapie wird über einen Katheter die Therapie direkt an die Metastasen geführt. Das Verfahren kann so dazu beitragen, das Tumorwachstum in der Leber zu kontrollieren und Behandlungserfolge zu ermöglichen – bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen. Das Verfahren kommt in der Regel bei Lebermetastasen zum Einsatz, die über eine systemische Therapie nicht oder nicht mehr ausreichend behandelt werden können - darüber hinaus auch bei lebereigenen Tumoren (Leberkarzinom).

Erfolgreich behandelt wurde zum Beispiel jetzt ein 57-jähriger Patient mit Lebermetastasen. Der Patient hatte bereits mehrere systemische Therapielinien durchlaufen und die Lebermetastasen wuchsen aktuell aktiv an. Mit der erstmaligen TACE-Behandlung im St.-Josefs-Hospital konnte nun eine erfolgreiche Therapie realisiert werden: Der Patient zeigte hierbei keine unerwartet schweren Komplikationen und ein gutes Ansprechen.

Die Etablierung der TACE geht auf eine gemeinsame Initiative von zwei Spezialisten des St.-Josefs-Hospitals zurück: Der Radiologe Dr. Justus Windeler und der Onkologe PD Dr. Jörg Bäsecke haben die Einführung des Verfahrens vorbereitet, die interdisziplinäre Zusammenarbeit strukturiert und die Voraussetzungen für den erstmaligen klinischen Einsatz geschaffen. „Gerade bei fortgeschrittenen Erkrankungen ist es entscheidend, Therapieoptionen dort anzubieten, wo sie den größten Nutzen erwarten lassen“, so Dr. Windeler. Dr. Bäsecke ergänzt: „Mit TACE erweitern wir unser onkologisches Spektrum und können betroffenen Patientinnen und Patienten eine gezielte Behandlung der Lebermetastasen ermöglichen.“

Das St.-Josefs-Hospital gehört damit als eine von sehr wenigen Kliniken im Nordwesten zu den Einrichtungen, die die TACE durchführen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur wohnortnahen onkologischen Versorgung geleistet.

Die transarterielle Chemoembolisation ist ein interventionelles Verfahren zur Behandlung von Tumoren in der Leber. Sie wird von einem spezialisierten Team aus Radiologie und Onkologie durchgeführt und ermöglicht eine lokale Therapie mit gezielter Wirkstoffapplikation und ist relativ nebenwirkungsarm. Es kommt in der Regel zum Einsatz, wenn keine anderen wirkungsvollen Therapieverfahren für Lebermetastasen mehr vorliegen - unter speziellen Voraussetzung auch primär bei lebereigenen Tumoren.